Biografie

Hanno Müller-Brachmann

„Müller-Brachmann is a rising star in Germany, and with good reason; his sonouros, flexible bass-baritone communicated every single word.”

schreibt “The Guardian” über seine Interpretation der “Lieder aus des Knaben Wunderhorn” von Gustav Mahler mit dem London Philharmonic Orchestra unter Vladimir Jurowski.

„Kultiviert, textbezogen und differenziert und sängerisch von interessanten Deutungsalternativen geprägt“

nennt „Die Presse“ sein Lieddebut im großen Saal des Wiener Konzerthauses an der Seite von András Schiff.

Der Bassbariton Hanno Müller-Brachmann arbeitet als Lied-, Konzert-, und Opernsänger mit vielen der inspirierendsten Musikerpersönlichkeiten unserer Zeit zusammen. Darunter Sir Simon Rattle, Bernard Haitink, Herbert Blomstedt, Claudio Abbado, Iván Fischer, Nikolaus Harnoncourt, Christian Thielemann, Andris Nelsons, Christoph von Dohnanyi, Michael Gielen, Zubin Mehta, Riccardo Chailly, Adam Fischer, Lorin Maazel, Daniel Harding, Enoch zu Guttenberg, Franz Welser-Möst oder Charles Dutoit.

Bei seinem Lieddebut in der Londoner Wigmore Hall war András Schiff sein Partner, ebenso wie in der Essener und der Berliner Philharmonie. So war der Sänger mehrfach zu Gast bei den Kammermusikfestivals in Ittingen (CH) und Vicenza (I) und regelmäßig Partner der „Capella Andrea Barca“. Ausserdem gaben sie gemeinsam Liederabende in Hitzacker, den Konzerthäusern Freiburg und Wien oder der Berliner Philharmonie. Weitere Liedpartner waren Hartmut Höll, Malcolm Martineau, Hendrik Heilmann, Eric Schneider, Philippe Jordan, Burkhard Kehring oder Daniel Barenboim.

Daniel Barenboim war es auch, der den damals 27-jährigen noch während des Studiums in das Ensemble der Berliner Staatsoper aufnahm, wo er 13 Jahre die großen Mozartpartien, aber auch Orest (Elektra), Amfortas (Parsifal) oder Wotan (Rheingold) unter seiner Leitung sang. Unter Michael Gielen und Sir Simon Rattle hörte man ihn dort auch als Golaud (Pelléas et Melisande). Außerdem konnte er hier mit Gustavo Dudamel, Sebastian Weigle und Philippe Jordan arbeiten. Es folgten Gastverträge in San Francisco, Madrid, Sevilla, Modena sowie an den Staatsopern in Wien, München und Hamburg.

Als Kind in der „Knabenkantorei Basel“ ausgebildet, war Hanno Müller-Brachmann sehr früh als Konzertsänger gefragt: Der Rias-Kammerchor unter Marcus Creed, La Chapelle Royale unter Philippe Herreweghe oder The English Barock Soloists unter Sir John Elliott Gardiner waren dabei einige seiner Partner.

Sein Debüt in der New Yorker Carnegie Hall gab er im Jahr 2000 mit der amerikanischen Erstaufführung von Elliott Carters Oper „What next?“. Weitere Uraufführungen waren die Oper „Faustus - the last night“ von Pascal Dusapin und der Liederzyklus „Lieder von einer Insel“ von Otfried Büsing an der Berliner Staatsoper sowie ein Liederzyklus von Manzoni anlässlich Claudio Abbados 75. Geburtstag bei den Berliner Philharmonikern.

Heute kann der Bassbariton auf musikalische Erfahrungen mit Orchestern wie den Berliner und Wiener Philharmonikern, dem Boston und Chicago Symphony Orchestra, dem New York und London Philharmonic Orchestra, dem Gewandhausorchester Leipzig, dem Concertgebouworkest Amsterdam, sowie der Dresdner und der Berliner Staatskapelle zurückblicken. Preisgekrönte Aufnahmen dokumentieren seine Arbeit.

Die Saison 2014/15 wird vom Eröffnungskonzert der Salzburger Festspiele 2014, Haydns „Schöpfung“ unter Bernard Haitink, eingeleitet und umfasst eine Osteuropatournee der Berliner Philharmoniker unter Sir Simon Rattle anlässlich des 25-jährigen Jubiläums des Berliner Mauerfalls mit Beethovens Sinfonie Nr. 9 und dem „Stabat mater“ von Szymanowski, Einladungen des Symphonieorchesters des BR unter Bernard Haitink zur „Missa solemnis“, des Cleveland Orchestra unter Franz Welser-Möst zu Bachs „Hohe Messe in h-moll“, sowie die Rückkehr auf die Opernbühne als „Papageno“ in Mozarts „Zauberflöte“ mit dem Budapest Festival Orchestra unter Iván Fischer in Budapest, Abu Dabi und New York.

Hanno Müller-Brachmann studierte in Freiburg bei Prof. Ingeborg Most, in Mannheim bei Prof. Rudolf Piernay, besuchte in Berlin die Liedklasse von Prof. Dietrich Fischer-Dieskau und lehrt heute als Professor an der Hochschule für Musik in  Karlsruhe.Der dreifache Vater ist Juror internationaler Wettbewerbe und setzt sich vehement für den Erhalt und die Verbesserung der musikalischen Bildung in Deutschland ein.